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Fantastic Beasts And Where To Find Them

letzten Sonntag unter

Ich bin, nicht ohne anfängliche Skepsis, ein großer Fan der Harry Potter Bücher, und obwohl ich den Großteil der Filme eher so mäßig finde, hält sich David Yates erster Teil der „Deathly Hallows“-Verfilmung (zusammen mit Skyfall) hartnäckig in meinen Mainstream-Kino-Favoriten. Und weil ich es für eine große Frechheit halte, das Drehbuch eines Theaterstücks als Buch zu verkaufen, habe ich „Harry Potter and the Cursed Child“ natürlich ausgelassen, weshalb mir ein neuer Yates-Film im Potter-Universum jetzt gerade sehr gelegen kommt.

Es ist etwas schade, dass dieser Ableger der Potter-Geschichte, Achtung, ganz was Neues, in New York spielen muss, aber dafür gibt es ja zum Glück den Briten Eddie Redmayne, der wie ein britisches Sandwich von Max Halley optisch zwar eher so mäßig was hermacht, am Ende aber wohl ganz großartig schmeckt. Und er ist in seiner Rolle als sozial leicht angeknackster Newt Scamander schlicht großartig.

Natürlich gibt es ganz viele mal mehr und mal weniger fantastische, aber immer ganz furchtbar bunte Viecher zu sehen. Und so richtig mögen diese computeranimierten Gestalten nicht ins triste Braun des New York der Zwanziger Jahre passen. Während Rest Hollywood hier gerafft hat, dass ab und an etwas Handfestes einfach am besten zu echten Schauspielern passt, sitzen David Yates und Luc Besson scheinbar immer noch gemeinsam am George Lucas Gedächtnistisch und lassen alles animieren, was nicht bei Drei in der Maske sitzen kann.

Aber damit kann ich bis zu einem gewissen Grad leben. Im Gegensatz zur Gastrolle, die der wenig überraschende Twist am Ende mit sich bringt und die mir sicher noch Albträume bescheren wird. Albträume, bei denen ich nachts schweißgebadet mit der Angst aufwache, dass dieser Mensch sich jetzt in alle Filme schleicht, die ich noch gerne sehen würde. Und nein, es ist leider nicht Nicholas Cage. Wie dem auch sei: Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Gesehenen aber sehr zufrieden und freue mich auf weitere Abenteuer mit Newt Scamander. Gerne auch mit weniger bunten aber dafür vielleicht ästhetisch ansprechenderen Biestern.

FEZ x No Man's Sky

letzten Samstag unter

Der Vollständigkeit halber hier noch ein Foto meiner Gomez-Basis in No Man's Sky.

LEGO Worlds

letzte Woche unter

Was tun, wenn man bloß noch ein einziges Spiel spielt, weil nichts auf dem Markt so schön ist, wie von Sonnensystem zu Sonnensystem zu fliegen, neue Welten zu entdecken und dort eventuell eine Basis aufzubauen? Ganz einfach: Ich kaufte LEGO Worlds. Weil ich dort von System zu System reisen, neue Welten entdecken und darin Dinge bauen kann. Abwechslung muss schließlich sein.

Das Ganze ist etwas mühselig, weil die Steuerung überladen wirkt, weil Bausteine und wichtiges Werkzeug erst in überflüssigen Mini-Missionen freigespielt werden müssen und weil man es im Hause Warner nicht einmal für nötig gehalten hat, die niedrige Bildrate wenigstens für die Playstation Pro zu optimieren. Im Endeffekt ist der eigenen (LEGO-)Imagination aber tatsächlich kaum eine Grenze gesetzt.

Weil mir noch ein paar wichtige Steine fehlen, habe ich erstmal nur meinem LEGO Gomez aus dem Spiel FEZ umgesetzt (Bild oben). Jetzt folge ich dem nervigen Story Modus, um irgendwann demnächst dann meinen Computerladen umzusetzen, den ich vor einiger Zeit im LEGO Designer erstellt habe. Mal gucken, ob das klappt.

The making of Samurai Shodown

vor 2 Wochen 2 Tagen unter

Adachi came up with the idea, but the inspiration for the Ikari gauge came when the dev team was all playing Street Fighter 2 together for research purposes. Adachi and I were playing against each other and I frustrated him because I won. Adachi was so mad because he lost that he was silent for a minute. Then, he suddenly got up and shouted “Ikari gauge!” So we took that frustration, that anger and rage that players feel when they lose a battle, and decided to incorporate it into the game. That was where the inspiration for the Ikari gauge came from.

Da müssen erstmal Jahrzehnte vergehen, bis man endlich mal einen tollen Einblick hinter die Kulissen der Entwickler bei SNK in Form dieses Interviews bei Polygon bekommt: The making of Samurai Shodown.

Marvel's Iron Fist

vor 2 Wochen 5 Tagen unter

Update: Wir haben uns mittlerweile zur sechsten Episode durchgekämpft, was mindestens so schleppend ist, wie die Choreografie der Kampfsequenzen selbst. Gastregisseur RZA, der ja schon einmal eindrucksvoll bewiesen hat, dass eiserne Fäuste nicht ganz so sein Metier sind, hätte aus Episode Sechs ein zünftiges Mortal Kombat Turnier, ein richtiges Spektakel machen sollen und damit der Serie so endlich mal eine Daseinsberechtigung zuteil werden lasen, aber nein. Es sollte bloß eine lauwarme Aneinanderreihung unspektakulärer Kämpfe mit abenteuerlich dilettantischem Direct-to-video Look sein, die jegliche Art von Kreativität und auch nur den kleinsten Hinweis auf so etwas wie ein Budget vermissen lassen. Na so nicht. Wir steigen hier erstmal aus.

Original-Text vom 20. März 2017: Der Internet-Hassmob scheint sich nach Monaten endlich von „No Man's Sky“ abgewendet zu haben. Nur noch ein paar Gehirne auf Sparflamme geben hier und dort noch ihren unqualifizierten Senf ab. Der Rest ist dazu übergegangen, „Mass Effect: Andromeda“ und „Marvel's Iron Fist“ zu diffamieren. Dem Protagonisten der eisernen Faust wird dabei vorgeworfen, weißgewaschen zu sein, was in Hollywood trauriger weise auch 30 Jahre nach einem zum Inder geschminkten Kaukasen im Film „Nummer 5 lebt“ immer noch Praxis ist und bei Gelegenheits-Idioten wie Ridley Scott sogar immer noch als selbstverständlich gilt. Nun kann man sich natürlich darüber streiten, ob jetzt ausgerechnet einem kaukasischen Comic Helden vorgeworfen werden kann, dass er nicht von einem asiatischen Schauspieler dargestellt wird, bloß, weil er gut Kung-Fu kann. Zusätzlich reden wir hier von einem Genre, in dem Whitewashing in ziemlich genau 99 Prozent der Fälle, von Chris Farley bis Michael Dudikoff, immer in einer mal mehr oder mal weniger großen Katastrophe endete, und nur genau ein einziges Mal, und dann mit David Carradine in der Hauptrolle funktioniert hat. Man darf sich also darüber streiten und wird das auch noch lange tun, aber eins kann ich nach drei Folgen der neuen Netflix-Serie bereits jetzt sagen: Das hier ist allemal unterhaltsamer als Schnarchnase Jessica Jones und Post-Cottonmouth Luke Cage zusammen. Natürlich ist da für mich noch alles offen, und wenn sich die nächsten Tage herausstellt, dass es doch noch in die Hose geht, dann liegt es sicherlich daran, dass hier wieder bloß der Weg für die Defender geebnet werden musste. Oder an Claire Temple. Beides ist wahrscheinlich. Ich bleibe dran.